Ihr Name ist „Zugewandt“

Eine Stele von Hans Rams schmückt den Empfangsbereich des Franziskus-Hospizes in Hochdahl

Foto: Tanja Bamme

12.06.2019

Wer neuerdings das Franziskus-Hospiz betritt, wird sich wundern: Seit Mittwoch schmückt eine 140 Kilogramm schwere – und doch filigran anmutende - Stele den Eingangsbereich des Hauses. Warum ein Eingangs-Kunstwerk? „Von Anfang an haben sich in Erkrath viele Ehrenamtliche am Hospiz-Empfang engagiert. Ich finde, es hat etwas Großartiges, dass unsere Bürger andere hier willkommen heißen“, lobte Geschäftsführer Christoph Drolshagen in seiner kleinen Ansprache.

Die Stele trägt den Namen „Zugewandt“. Das ist gut so, denn der Empfangsbereich gilt als Schlüsselstelle des Hospizes. Ein zentraler Ort, an dem die unterschiedlichsten Menschen ankommen und Zuwendung erfahren: Was technisch formuliert - die Schnittstelle zwischen Draußenwelt und Hospiz-Innenwelt ausmacht - ist ein hoch emotionaler Ort. Bewohner und Angehörige setzen erstmal den Fuß über die Schwelle und werden sich bewusst, dass ihre Lebensreise in diesem Haus mit großer Wahrscheinlichkeit an ihr Ende kommt. Zugleich melden sich am Empfang Handwerker an – beim morgendlichen Weg zu ihrer hausinternen Baustelle. Nicht zuletzt ist es die tägliche Anlaufstelle für den Briefträger.

„Die Stele wurde aus einem Stück 15mm starker Stahltafel gearbeitet, gespalten, gekantet und immer wieder rotglühend erhitzt“, beschreibt der Künstler Hans Rams, der im Franziskus-Hospiz wahrlich kein Unbekannter ist, sein Werk. „Er hat vor 25 Jahren nicht nur den Brunnen im Innenhof des Hospizes gestaltet, sondern auch unsere Hospizfenster“, erinnerte sich Geschäftsführer Christoph Drolshagen bei der feierlichen Enthüllung der Stele im Kreise vieler Hospizmitarbeiter. Gemeinsam mit Christoph Herwald, Vorsitzender des Franziskus-Hospiz e.V. Hochdahl, lüftete Drolshagen den Schleier um das Kunstwerk, dessen leicht rostige Oberfläche durch eine Wachsschicht konserviert wird.

Fortan setzt die Stele „Zugewandt“ viele Assoziationen bei Besuchern und Mitarbeitern in Gang. Sie hat (zumindest) drei Bedeutungsebenen: Ihr Schöpfer Hans Rams dachte bei der Konstruktion sowohl an eine Hausecke, deren Wände sich oben schützend zu einem Dach schließen, als auch an das Feuer als Kontrapunkt zum Element Wasser, welches an vielen Stellen (auch im Wellen-Logo des Hospizes) im Hause verwendet wird. Der Namenspatron Franz von Assisi hat es in seinem Sonnenlied folgendermaßen besungen: „Sei gelobt, mein Herr durch Bruder Feuer. Es erleuchtet das Dunkel, kühn ist sein Sprühen, heiter ist es, schön und gewaltig stark.“ Am Augenfälligsten ist der dritte Bedeutungskreis: Die Stele erinnert an zwei Personen: Die eine wendet sich der anderen zu, sie nimmt sich ihrer an – ZUGEWANDT. Drei lateinische Worte des Heiligen Franziskus schmücken in Goldlettern die neue Stele: Pax huic domui“ zu Deutsch: „Friede diesem Haus“. Ein Motto, dem sich alle im Franziskus-Hospiz von Herzen anschließen. 

Franziskus-Hospiz Hochdahl

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