Ein Dreifach-Fest zum Neujahrsempfang

Hospizneubau feierlich eingeweiht und 30 Jahre Hochdahler Hospizverein

Hospizleiter Robert Bosch, Hospiz-Vereinsvorsitzender Christoph Herwald, Geschäftsführer Christoph Drolshagen (von links) freuen sich über die traditonelle Einzugsgabe von Brot und Salz. Foto: Gerd Michalek

04.02.2019

Am Freitag, den 25. Januar setzte der traditionelle Neujahrsempfang im Franziskus-Hospiz ein Ausrufezeichen: Die anderthalbstündige Feier mit gut 120 Gästen war ein Dreifach-Fest, weil es 2019 zwei weitere Festanlässe gibt: Der Neubau, der dem Hospiz zwei weitere Bewohnerzimmer und einen Mehrzweckraum beschert, ist endlich fertig und wurde feierlich eingeweiht. Außerdem jährt sich die Gründung des Franziskus-Hospiz e. V. Hochdahl am 27. Januar schon zum 30. Mal. Der Verein sorgte 1993 dafür, dass das Franziskus-Hospiz – mit sieben Millionen DM vom Bund unterstützt – als Bundes-modellprojekt aus der Taufe gehoben wurde.  „Unser Hospizzentrum ist und bleibt ein Leuchtturm der Hospizbewegung“, betonte Hospizleiter Robert Bosch in seiner  Ansprache.

1989 trafen sich in Hochdahl 140 Bürgerinnen und Bürger, zur Gründungsversammlung des ökumenischen Hospizvereins. Daran erinnerte Schwester Marianne Meyer, stellvertretende Vorsitzende der Marienhausstiftung, in Ihrem Grußwort: „Die Hochdahler Hospizarbeit geht, wie Sie alle wissen, auf eine Initiative der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde zurück. Und sie und wir hatten das Glück, dass beide auf der Suche nach einem Mitstreiter und Partner auch bei uns in Waldbreitbach anklopften. So kamen wir Waldbreitbacher Franziskanerinnen ins Spiel und mit ins Boot.“

Zumal das Franziskus-Hospiz ein Gemeinschaftswerk von Waldbreitbacher Franziskanerinnen und Hochdahler Kirchengemeinden ist, war es konsequent, dass auch beide Kirchen dem Neubau ihren Segen spendeten. „Der Segen ist kein bloßes Zubrot“, betonte Pfarrer Christoph Biskupek (kath. Kirche Erkrath), der mit seinem Kollegen Norbert Göbel vom Presbyterium der evangelischen Kirche Erkrath die Einsegnung der Räume vornahm.

Bei aller Freude über den „Mehrwert“ des Hospizes, das nun über zehn Bewohnerzimmer verfügt und auch wirtschaftlich gut aufgestellt ist, vergaßen die Festredner den zentralen Ausgangspunkt keineswegs, den MENSCHEN. „Es ist ein wunderschönes Haus, doch die Menschen bringen es erst zum Leuchten“, brachte es Sabine Jachmann von der katholischen Kirchengemeinde auf den Punkt. Gemeint sind nicht nur die vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, die mit großen Engagement seit Jahren den hervorragenden Ruf des Hauses begründen. Durchaus einbezogen sind auch die Hospiz- Bewohner und ihre Angehörigen. Nicht zu vergessen, dass sie während des letzten Jahres großes Verständnis für den unvermeidbaren Baulärm gezeigt hätten.

Außerdem kamen die Anforderungen der Zukunft in der Feierstunde nicht zu kurz. Die sind handfest baulicher Art. Denn das 1993 errichtete Bestandsgebäude ist in die Jahre gekommen. Neu- und „Alt“bau sollen ein gleich hohes Qualitätsniveau besitzen.

„Einige Projekte warten dringend auf ihre Umsetzung: So benötigen die Räume nebenan auf dieser Ebene unbedingt eine schalldämmende Decke, wie sie in diesem Raum hier bereits installiert ist. Empfang, Wohnzimmer und Küche, eine Etage höher, müssen dringend renoviert werden, der Verabschiedungsraum bedarf einer Veränderung, um ihn besser nutzen zu können“, unterstrich der Hospiz-Vereinsvorsitzende Christoph Herwald.

Bis Mitte März soll das Foyer umgestaltet und modernisiert werden. „Unser Empfangsbereich ist sehr wichtig – als Visitenkarte des Hauses“, sagte Hospizleiter Robert Bosch. In seiner Rede betonte Bosch, dass „unsere Zukunft Geschichte braucht“. Zur Illustration zeigte er dem Auditorium ein kleines Hospiz-Papiermodell, das eine ganz eigene Geschichte erzählt: Trillser Grundschülerinnen hatten das zehn Zentimeter kleine Modell gebastelt – als Weihnachtsgeschenk für Bewohner, Angehörige und Hospizmitarbeiter. „Auf wundervolle Weise sind solche Geschenke unsere Zukunft, wie Kinder überhaupt unsere Zukunft bedeuten.“ Mit großer Dankbarkeit verwies Bosch auf die Trillser Sechseckschule, die sich mehrfach durch spontanes Spendensammeln und Musikdarbietungen für das Franziskus-Hospiz engagiert hat.

Musikalisch gerahmt wurde die Einweihungsfeier durch eine Klavier- und Cello-Begleitung von Helga und Sarah Kast. Auf sanfte und einfühlsame Weise spielten beide (Großmutter und Enkelin) auch den Welthit von Louis Armstrong „What a wonderful World“. Abschließend lenkte Seelsorgerin Carola Engel die Aufmerksamkeit der Gäste auf die Wunschbaum-Aktion des Hauses: Auf Papier-Blättern kann jeder Gast seinen Zukunftswunsch an das Hospiz notieren. „Im Sommer wird ein Baum gepflanzt. Seine Wurzeln ruhen auf Ihren Wünschen!“ Unter den Feiergästen waren auch Landrat Thomas Hendele, Bürgermeister Christoph Schulz, seine Stellvertreterin Regina Wedding und viele Menschen, die dank ihrer großzügigen Spenden den Neubau unterstützt haben

Franziskus-Hospiz Hochdahl

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