Ehrenamtliche stellen Bücher über Trauer und Tod vor

Am 08.11.2016 fand in der Buchhandlung Weber eine Buchpräsentation statt

11.11.2016

Gespräch mit Ehrenamtlichen des Franziskus-Hospizes in der Buchhandlung Weber

„Wie verrückt muss man eigentlich sein, um seine freie Zeit mit Sterbenden im Hospiz zu verbringen?“ Die provokante Einstiegsfrage von Sara Willwerth, Inhaberin der Buchhandlung Weber, führte gleich zum Kern der Sache: Sind die Ehrenamtlichen des Franziskushospizes besondere Menschen? Warum macht ihr diese Arbeit – und was bedeutet sie euch? Nachdem wir fünf Ehrenamtlichen des ambulanten und stationären Dienstes jeweils ein Lieblingsbuch vorgestellt hatten, entspann sich ein intensives Gespräch mit den Besuchern der Veranstaltung. „Laufkundschaft“ war nicht dabei. Es waren Menschen gekommen, die sich bereits mit dem Sterben auseinandergesetzt hatten und sich für die Hospizarbeit interessierten. In der intimen Atmosphäre der gemütlichen Buchhandlung Weber war auch Raum für sehr persönliche Fragen. „Wie schafft ihr es, immer wieder auf Menschen zuzugehen, von denen ihr wisst, dass sie in der nächsten Woche vielleicht schon nicht mehr da sind?“ „Was, wenn die Chemie mit einem Bewohner nicht stimmt?“ „Wie ist es, als ambulante Begleiterin in einen fremden Haushalt zu kommen, in ganz eigene Familienstrukturen?“ Deutlich wurde bei den Antworten, welch entscheidende Rolle das Ehrenamt im Franziskushospiz spielt. 130 Ehrenamtliche in unterschiedlichen Bereichen gibt es mittlerweile, einige sind schon seit der Gründungsphase dabei. Vielleicht werden wir einige Besucher des Leseabends demnächst als EA-Kollegen begrüßen können oder sie in der Hospiz-Kulturkneipe wiedertreffen.

Diesem Abend vorangegangen war die Beschäftigung mit Büchern rund um Sterben und Tod beim monatlichen Treffen der stationären und der ambulanten Gruppe. Jeder stellte dort ein Buch vor. Der intensive Austausch und die persönlichen Begründungen für die Wahl des Lieblingsbuches sind noch vielen in Erinnerung. Daraus resultierte eine kommentierte Buchempfehlungsliste, die in der Buchhandlung Weber auslag und im Hospiz nun allen Interessenten zur Verfügung steht. Wir Ehrenamtliche waren uns einig darin, wie wichtig diese Impulse sind, um die eigene Arbeit immer wieder neu zu beleuchten und zu reflektieren. Und um uns darüber auszutauschen – auch mit Hilfe der Empfehlung für ein Lieblingsbuch.

„Lichtblicke – Erfahrungen, die das Leben verändern“, so hatte Sara Willwerth die Veranstaltung am 8. November 2016 genannt. Wir Ehrenamtlichen konnten dem sofort zustimmen, denn so manche Begegnung im Hospiz ist wirklich ein Lichtblick, ein intensiver Moment des miteinander Redens, Lachens und Weinens, der einen ganz besonderen Blick auf unser eigenes Leben ermöglicht.

Regina Riepe

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