Auftaktveranstaltung Hospiz-Kultur-Kneipe 2016/2017

Flaschenpost am Rhein - Nachbericht

06.09.2016

MESSAGE IN A BOTTLE

Zum Thema Flaschenpost gibt es nicht nur Kinderbücher und Filme, sondern auch Vorträge: Davon konnten sich gut 30 Gäste am 2. September in der Hochdahler Hospiz-Kulturkneipe überzeugen.

Den Programmstart zur neuen Hospizkultur-Saison machte der Journalist und Hospiz-Pressemitarbeiter Gerd Michalek mit seinem facettenreichen Vortrag über Flaschenposten am Rhein. Seine Eingangsfrage: Warum kritzeln Menschen im Internet-Zeitalter Botschaften auf einen Zettel, um die Flasche dem Rhein anzuvertrauen? Das wirkt  zunächst recht antiquiert. Und obwohl die Flaschenpost ein sehr unsicheres Kommunikationsmittel ist, scheint sie dennoch nicht auszusterben. Ob Pillendose, Kürbisflasche, Reagenzglas oder Zwei-Liter-Pet-Flasche: Es gibt alle Formen und alle Farben bei Flaschenposten. Auch inhaltlich offenbaren die Botschaften die ganze Bandbreite menschlicher Kommunikation: Banales, Anzügliches, Romantisches und Todtrauriges.

Das beweist der große Sammelfundus des Kölner Künstlers Joachim Römer, auf den sich Michaleks Recherche stützt. Ganz zufällig fand Joachim Römer 1998 am nördlichen Kölner Rheinufer seine erste Flaschenpost. Das Sammelglück war im hold und er intensivierte seine Suche zwischen Königswinter und Duisburg. Bis heute hat er mehr als 1850 Exemplare gefunden, was auch eine Menge Detektivarbeit nach sich zog. Römer entziffert die Botschaften, trägt sie in ein Text-Journal ein und schickt allen Absendern, die eine Adresse  hinterlassen, einen Antwortbrief. Dadurch entstehen teilweise sehr interessante und überraschende Briefwechsel. Inzwischen hat Römer seinen Fundus in drei Sonderausstellungen in Bingen, Duisburg und (aktuell in Frankfurt/ Main bis zum 16.Oktober) gezeigt.

Gerd Michalek behandelte in seinem Vortrag nicht nur Spaßbotschaften, Gemeinschafts-Aktionen von Grundschülern, Kontaktgesuche und Silvester-Rituale, sondern auch Flaschenpostbriefe, die sich um trauernde Eltern und abgegebene Eheringe drehten. Viele Fotos und eingespielte Hörfunkstatements bereicherten den Vortrag, der offenbar den Geschmack der anwesenden Gäste traf. Das belegen auch die anschließenden Einzelgespräche mit dem Referenten.

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