Faszinosum Hauptbahnhof

Uli Schimschock referierte in der Hospiz-Kulturkneipe über Düsseldorfs Hbf

12.03.2019

Von wegen Graffiti-verschmiert und unwirtlich. Vor 100 Jahren waren Bahnhöfe häufig echte Vorzeigeobjekte. „Sie galten als Visitenkarten der Städte.

Deswegen suchten damals Restaurants und Büros bewusst die Nähe zum Bahnhof, weil er viele Gäste und reichlich Umsatz versprach“, betont Uli Schimschock vom „Lokschuppen“ in Hochdahl. Der erfahrene Fahrdienstleiter hielt am 8. März in der Hospizkulturkneipe einen sehr kurzweiligen Vortrag über Düsseldorfs Hauptbahnhof, was die 35 Gäste im neuen Bildungsraum des Hospizes sichtlich genossen. Seine  Fotodokumente aus der guten alten Eisenbahnzeit zeigten schlossähnliche Bahn-hofsgebäude und stilvolle Bahnhofsspeisesäle.

Bereits 1838 beginnt in Düsseldorf die Eisenbahn-Ära, zunächst jedoch recht bescheiden: Nur acht Kilometer lang ist Deutschlands fünftälteste Bahnstrecke, die die Düssel-Elberfelder-Eisenbahngesellschaft zwischen Düsseldorf und Erkrath errichten lässt. Wenig später verfügt Düsseldorf sogar über drei Bahnhöfe, zumal es mehrere Bahngesell-schaften gibt. Zwei Bahnhöfe liegen am südlichen Rand der heutigen Einkaufsmeile „Kö“.  Um das Streckennetz zu verbessern, wird 1885 der erste Zentralbahnhof der Rhein-Metropole errichtet - genau dort, wo er noch heute liegt.  Die Wirtschaft und das Bahnreisen boomen. Bereits 1914 verkehren Kurswagen nach Paris und Berlin. Und Düsseldorf wächst gewaltig: von 200.000 (1900) auf 400.000 Einwohner (1914). Kein Wunder, dass zweigleisige Strecken bald auf vier Gleise erweitert werden.

Schon 1926 gibt es Pläne zur Erweiterung des Hauptbahnhofs: Statt 400 Zügen sollen 1935 täglich 800 durch den Bahnhof fahren. Daher wird er für 80 Millionen Reichsmark aufwendig umgebaut und 1935 wiedereröffnet. Knapp zehn Jahre später jedoch liegen große Teile des Bahnhofs – nach 240 Luftangriffen auf Düsseldorf - in Schutt und Asche. Nach dem zweiten Weltkrieg folgen zunächst magere Bahnjahre „mit altem Material“. 1949 wird die Deutsche Bahn gegründet, das Bahnreisen kommt allmählich wieder auf die Füße. Bis 1980 nimmt der Regional- und S-Bahnverkehr erheblich zu. Ferner muss der U-Bahnverkehr im Bahnhof integriert werden. „Deshalb startet die DB ein echtes Mammut-projekt“ sagt Schimschock, (der übrigens bereits 1972 seine Lehrjahre bei der Bahn beginnt.) Von 1980 bis 1985 wird der Hbf. bei laufendem Betrieb um zwei Gleise erweitert. Sämtliche Gleisanlagen werden auf Stelzen gesetzt, damit die U-Bahn unter dem Bahnhof verlaufen kann. Stattliche 650 Millionen DM kostet der bislang letzte große Umbau von Düsseldorfs Verkehrsknotenpunkt Nr 1.Ob er der letzte sein wird? Wohl kaum.

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