Vortrag in der Hospiz-Kultur-Kneipe: Zu Fuß über die Alpen - ein echtes Abenteuer!

Drei Täler, gut 80 km Wegstrecke mit 7000 Höhenmetern Aufstieg, 8000 Höhenmetern Abstieg

11.04.2018

Wer bislang unsicher war, ob er sich zu Fuß über die Alpen aufmachen sollte, bekam durch Siegfried Thiels Vortrag eine prima Entscheidungshilfe.

Mehr als das: Der fitte 65jährige war im letzten Sommer mit zehn Gleichgesinnten und zwei Wanderführerinnen von Oberstdorf aus nach Meran aufgebrochen. Auch ein Jahr später noch leuchten die Augen des ehrenamtlichen Hospizmitarbeiters begeistert. Entsprechend angetan waren die 55 Hospiz-Kultur-Kneipen-Gäste von seinem äußerst kurzweiligen und interessanten Vortrag. Dank wunderschöner Fotos – mit Bergpanoramen und urigen Hütten - bekam so mancher Zuhörer Lust, die Bergstiefel zu schnüren und mitzuwandern. Die Idee kam Siegfried Thiel durch einen WDR-Film-Beitrag über die kürzeste Variante einer Alpenüberquerung. Der Bazillus sprang über. Thiel reizte vor allem die spirituelle Dimension beim Wandern, zugleich wollte er seine körperlichen Grenzen testen. Dass die Sieben-Tages-Tour eine solide Grundfitness verlangt – und der Rucksack keinesfalls schwerer als 8 Kilogramm sein darf, spürte er bereits bei der Start-Etappe in Oberstdorf. Zur Kemptner Hütte hinauf zu steigen, bedeuteten viel Schweiß und 950 Höhenmeter Aufstieg. Die zweite Etappe Richtung Lechtal sorgte für einigen Nervenkitzel: Thiel und seine Mistreiter mussten die 240 Meter hohe Holzgauer Fußgängerbrücke überqueren, eine Mutprobe für höhenängstliche Menschen. Alle schafften es, was den Teamgeist stärkte. Überhaupt schweißten die vielen gemeinsamen Erlebnisse die Wandergruppe im Laufe der Tour zusammen. Am fünften Tag hielt der Winter Einzug und sorgte auf knapp 3000 Metern für eine geschlossene Schneedecke.

Insgesamt erlebte Thiel eine hochalpine Tour klimatischer Gegensätzen: So schwankte die Temperatur zwischen 30 Grad Celsius im Tal und 3 Grad auf den Berghöhen. Thiel genoss gigantische Ausblicke, sah Enzian, Edelweiß, Steinböcke und Murmeltiere am Wegesrand. Sein Fazit nach sieben Tagen Hüttenwanderung, die viele Sinne ansprach: drei Täler, gut 80 km Wegstrecke mit 7000 Höhenmetern Aufstieg, 8000 Höhenmetern Abstieg - und unvergessliche Stunden in gemütlichen Alpenhütten. Dort konnten die müden Wanderer Leib und Seele mit herrlichem Kaiserschmarrn und Apfelstrudel stärken. Am Touren-Ende – südlich des Similaungletschers - waren alle total geschafft, aber rundum glücklich.

Für den kommenden Sommer plant Siegfried Thiel eine Dolomiten-Tour. Die Hospiz-Kultur-Kneipengäste können sich wohl über einen reizvollen Erfahrungsbericht freuen.

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