Der Weg für den Bau des Hospizes im Ahrtal ist frei

Der Hospiz-Verein Rhein-Ahr, die Marienhaus Holding GmbH und die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel haben eine gemeinsame Trägergesellschaft gegründet – Baubeginn soll im Sommer 2014 sein

Kreis Ahrweiler. Seit mehr als 20 Jahren kämpft der Hospiz-Verein Rhein-Ahr dafür, jetzt steht der Verwirklichung des Projektes nichts mehr im Wege: Ende Oktober haben der Hospiz-Verein Rhein-Ahr, die Marienhaus Holding GmbH und die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel gemeinsam die „Hospiz im Ahrtal gGmbH“ gegründet. Damit ist der Weg frei für den Bau des Hospizes im Ahrtal, so der Name der Einrichtung, die in Nachbarschaft des Krankenhauses Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler entstehen wird. Für den Bau des stationären Hospizes soll die alte, baufällige Villa auf dem Klinikgelände abgerissen werden, erläuterte Ulrike Dobrowolny bei einer Bürger-Informationsveranstaltung Ende Oktober. Die Vorsitzende des Hospiz-Vereines ist ebenso wie Christoph Drolshagen, der in der Marienhaus Unternehmensgruppe den Bereich Hospize leitet und die Geschäftsführung des Hospizes im Ahrtal übernehmen wird, sehr zuversichtlich, dass „wir mit dem Bau des Hospizes im Sommer beginnen können“. Denn nachdem man sich zwischenzeitlich auch für einen Architekten entschieden hat, wird jetzt die weitere Bauplanung für das Haus, das zehn Menschen in ihrer letzten Lebensphase beherbergen kann, zügig vorangetrieben.

Seit vielen Jahren bietet der Hospiz-Verein Rhein-Ahr, der mehr als 750 Mitglieder zählt, ambulante hospizliche Versorgung an. In dieser Zeit haben die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter allerdings festgestellt, dass es immer wieder und zunehmend Situationen gibt, in denen die ambulante Betreuung an ihre Grenzen stößt. Medizinische, pflegerische oder auch soziale Gründe (das Fehlen familiärer Strukturen beispielsweise) können dafür ausschlaggebend sein, dass ein schwerstkranker Mensch in den letzten Wochen oder Monaten seines Lebens zu Hause nicht mehr adäquat versorgt werden kann. In dieser Situation braucht es ein stationäres Hospiz – ein Haus also, in dem Schwerstkranke und Sterbende Aufnahme finden und in dem sie fürsorgliche Zuwendung, kompetente palliativmedizinische Pflege und palliative ärztliche Versorgung sowie (auf Wunsch) ehrenamtliche und seelsorgliche Begleitung erfahren und so die letzten Tage oder Wochen ihres Lebens in Würde und möglichst frei von Schmerzen verbringen können. – Das Hospiz wird selbstverständlich, wie die Trägervertreter betonten, für alle Menschen offen sein, auch wenn das Haus durch die Beteiligung eines katholischen (Marienhaus) und evangelischen Trägers (Bethel) einen ökumenischen Charakter bekommt.

Hospize sind in Deutschland ohne bürgerschaftliches Engagement nicht denkbar; denn die Kassen erstatten nur rund 90 Prozent der anfallenden Kosten. Ehrenamtliche Arbeit und finanzielles Engagement, nicht zuletzt also auch Spenden, sind für das Gelingen eines Projektes wie des Hospizes im Ahrtal gleichermaßen erforderlich. Dass sie dieses gemeinsam schaffen werden, davon sind die drei Träger des Hospizes im Ahrtal überzeugt.

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